Die Kommunistische Initiative (KI) wurde im Jänner 2005 gegründet. Wir sind ArbeiterInnen, Angestellte, öffentlich Bedienstete, SchülerInnen, StudentInnen, Arbeitslose, kleine Selbständige... - Menschen aus allen Bevölkerungsschichten. Unser Ziel ist es, am Aufbau einer neuen und starken marxistischen Partei der ArbeiterInnenklasse mitzuwirken. Wir sind überzeugt davon, dass Millionen geschichtlich stärker sein werden als eine Handvoll Millionäre. Wir treten für den Sturz der bestehenden Ordnung, für die Überwindung des Kapitalismus ein. Wir kämpfen für den Sozialismus und den Kommunismus, für eine Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg.
Wenn die "einfachen Menschen" sich selbst organisieren, wenn sie ihre eigene Kraft erkennen, werden sie die Welt verändern. Dafür kämpfen wir. Wir lernen im Vorwärtsgehen. Geh mit uns!
Kontakt: Kommunistische Initiative (KI) , Rankgasse 2/5 1160 Wien
info@kommunisten.at
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Aufruf der Kommunistischen Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern) zur Demonstration am 28. März in Wien, zu der mittlerweile über 200 Organisationen aufrufen. Nadir Aykut, Kandidat der Liste, wird bei der Abschlußkundgebung vor dem Parlament sprechen
Bei den 30 größten börsennotierten österreichischen Konzernen sind zwischen 2002 und
2006 die Vermögen massiv angestiegen: Gewinne nach Steuern + 380%, Dividenden +
220%, Managergehälter + 120%. Die Einkommen der Beschäftigten in diesen Konzernen
jedoch sind gesunken!
Bei den Einkommen aller Beschäftigten zeigt sich in den 10 Jahren zwischen 1997 und
2006, dass die untersten 25% massiv Kaufkraft verloren haben (15% bis 25% und mehr).
Dies geschah durch Ausgliederungen und damit Abschieben von Teilen der Belegschaft
in billigere Kollektivverträge, freie Dienstverträge, erzwungene Teilzeitarbeit und teilweise
durch Lohnkürzungen bei Änderungskündigungen. Verschärft wurde dies durch die Kostenexplosionen
bei Wohnen und Energie, welche normale Haushalte stark belasten und ärmere
noch überproportional stärker.
In Österreich ist die Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund der einsetzenden Wirtschaftskrise
sprunghaft gestiegen, wir steuern derzeit auf eine horrende Arbeitslosenzahl von 400.000 zu,
bis Jahresende prognostiziert das AMS 600.000 Arbeitslose. Besonders betroffen sind einmal
mehr schlecht qualifizierte Jugendliche aus Arbeiter- und Migrantenfamilien. Die Tendenz ist
aber in allen Bereichen steigend.
Die Massenarmut, die Armut Vieler trotz Arbeit gehören ebenso thematisiert, wie der unverschämte
Reichtum, der in den Händen Weniger angehäuft ist:
• 1 Million Menschen sind arm oder armutsgefährdet, haben weniger als 780 Euro im Monat
zum Leben.
• 60.000 Menschen in Österreich sind Euro-Millionäre,
• 92% aller Steuern und Abgaben werden von Menschen aufgebracht, die über weniger
als 2.400 Euro netto im Monat verfügen!
Allein diese paar Zahlen zeigen, wie schief die Verteilung in Österreich liegt. Daran werden
schöne Resolutionen und höfliche Bitten, wie sie von den sozialdemokratischen AK- und
ÖGB-Spitzen vorgetragen werden, nichts ändern. Gerade angesichts der kapitalistischen
Krise und der Überwälzung ihrer Kosten auf die arbeitenden Menschen durch Regierung und
Kapital brauchen die Menschen kämpferische Interessensvertretungen und die Ermunterung,
sich selbst zu organisieren und zur Wehr zu setzen.
In der Zeit der Wirtschaftskrise ist nicht "Lohnzurückhaltung", ein "Beitrag aller" oder die
Subventionierung von Konzernen angesagt, sondern:
Radikale Umverteilung und radikale Systemänderung! Unsere langjährigen Forderungen sind
aktueller denn je. Der Kapitalismus bringt bei Hochkonjunktur wie auch in der Krise Unternehmen
Profite und den Arbeitenden gerade mal das, was sie zum (Über-) Leben brauchen.
Der Kapitalismus wird immer wieder zu Krisen führen - eine Eindämmung von "Neoliberalismus"
ist zu wenig. Alle unsere Forderungen dienen derzeit dazu, die Lage der arbeitenden
Menschen innerhalb des kapitalistischen Systems zu verbessern, unser Ziel aber ist, die
Änderung des Gesellschaftssystems selbst. Hin zu einer Gesellschaft, die nicht auf Ausbeutung
und der privaten Aneignung der gesellschaftlich produzierten Werte basiert - Sozialismus
also, als ein Gesellschaftssystem, in dem jede/r beiträgt, was er/sie kann und jede/r
bekommt, was er/sie braucht!
Wir fordern daher eine Steuerreform, die Normal- und Geringbeschäftigte entlastet,
auf der anderen Seite aber auch Staatseinnahmen bringt:
• Arbeitseinkommen bis 1.000 Euro netto im Monat steuerfrei zu stellen,
• Einkommen bis ca. 4.000.- brutto (= 2.400 netto) massiv zu entlasten
• Einkommen über 12.000.- brutto (= 6.400 netto) mit einen Zuschlag von 10% zu belasten
• Die reichsten 200.000 Menschen in Österreich haben 2/3 aller Vermögen. Deren gerechte
Besteuerung würde eine nachhaltige Entlastung (echte Kaufkrafterhöhung) aller niedrigen
und mittleren Einkommen ermöglichen
• Unternehmensbesteuerung ohne "Hintertürln"
• lückenlose Vermögens(zuwachs)besteuerung,
• Spekulationssteuern & Tobintax
• Erbschafts- und Schenkungssteuer für große Vermögen,
• Abschaffung der steuerlichen Stiftungsprivilegien
• Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zur Finanzierung des Sozial- und Gesundheitssystems
Wir fordern:
– Stopp der Privatisierung! Für den Erhalt des öffentlichen Eigentums!
– Generelle Überführung der Banken in öffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle!
– Staatliche Subventions- und Konjunkturpolitik im Interesse der Arbeitenden, nicht der
Konzerne!
– Restriktive Maßnahmen in der Finanzmarktregulierung!
– Konsequente Interessenspolitik für die arbeitenden Menschen statt Unterwürfigkeit gegenüber
und Kollaboration mit dem Kapital - Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft!
– Gemeinsamer Kampf für ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem!
Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International (KOMintern), Liste 9 bei der AK-Wahl in Wien (5.-18.Mai)